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In dieser Anleitung erkläre ich Euch, mit welchen Einstellungen ich auf der Nikon D7500 Videos aufnehme und warum ich diese Einstellungen nutze. So erstellt auch Ihr mit Eurer D7500 klares Video mit hoher Aufnahmequalität.

 

Die komplette Anleitung als Video

Lesen ist nicht so Euer Ding? Hier seht Ihr alle Einstellungen mit Erklärung im Video.

 


Kamera in den Modus „M“ stellen

Dieser Modus gibt uns die volle Kontrolle, sowohl über die Belichtungszeit als auch über die Blende.

 

Wahl der richtigen Verschlusszeit

Die Verschlusszeit muss bei der Erstellung von Videos immer im richtigen Verhältnis zum angefertigten Videomaterial und dessen Bildrate eingestellt werden.
Als Belichtungszeit verwenden ich 1/60, weil ich in der Regel später Videos mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen (30p), dazu später mehr.
Solltet Ihr mit anderen Bildraten, wie 60p, 50p, 30p, 25p oder 24p nutzen, müsst Ihr die Verschlusszeit auf den nächst passenden Wert anpassen. Hier nochmal die Übersicht:

 

Bildrate Verschlusszeit
60p   1/125s, weil es 1/120s nicht gibt
50p   1/100s
30p   1/60s
25p   1/50s
24p   1/50, weil es 1/48s nicht gibt



Achtung: Bitte beachtet in diesem Zusammenhang auch den Abschnitt „Flimmerreduzierung“.

 

Wahl der richtigen Blende

Welche Blende Ihr wählt, bleibt Euch überlassen, je nachdem wie Ihr Euer Motiv in Szene setzen wollt. Bei niedrigerer Blende wird der Hintergrund Eures Motivs durch die geringe Schärfentiefe verschwimmen und Ihr stellt Euer Motiv somit prominenter ins Bild.

Bei höherer Blende wird der Hintergrund Eures Motivs durch die hohe Schärfentiefe schärfer abgebildet und das gesamte Bild zeichnet sich durch hohe Detailtiefe durch durchgängige Schärfe aus.
Es gilt zu bemerken, dass das Bild an sich dunkler wird, wenn Ihr eine höhere Blende wählt, das Bild heller wird, wenn Ihr eine niedrigere Blende wählt.

Wichtig ist an dieser Stelle eigentlich nur, dass wir die Kontrolle über die Blende haben, denn dafür nutzen wir den M-Modus unserer Kamera. Würden wir der Kamera im A-Modus die Kontrolle über die Blende überlassen, würde die Kamera während der laufenden Aufnahme die Blende in Abhängigkeit der Lichtsituation ändern und wir würden eine Aufnahme erstellen, deren Schärfentiefe und Helligkeit die ganze Zeit variieren. Das sieht nicht nur unprofessionell aus, es nervt den Zuschauer auch gewaltig.

Einstellungen im Filmaufnahmemenü

Für alle folgenden Einstellungen wechseln wir ins Filmaufnahmemenü. Die dort hinterlegten Einstellungen greifen nur, wenn wir die Kamera im Film-Modus betreiben. Ich gehe hier nicht in der Reihenfolge der Menüeinträge vor, da sich zum Beispiel durch die Auswahl der Auflösung und Bildrate schon einige Einstellungen automatisch anpassen und wir uns mit diesen nicht mehr beschäftigen müssen.

 

Wahl der korrekten Bildgröße/Bildrate

Ich selber fertige meine Videoaufnahmen eigentlich immer in 4k mit 30 Bildern pro Sekunde an.
Bei 30 Bildern pro Sekunde wirken Bewegungen im Bild am natürlichsten und am sanftesten, außerdem lassen sich 60p-Aufnahmen von Action Cams super leicht einbinden, zum Beispiel für die Erstellung von Zeitlupenfunktionen.

Ich wähle deshalb im Filmaufnahmemenü unter „Bildgröße/Bildrate“ zunächst die Einstellung „3840 x 2160; 30p“.
Mit diesen Einstellungen wird die „Auswahl des Bildfeldes“ standardmäßig auf „DX“ geändert, die Filmqualität steht somit automatisch auf „Hoch“ und der Digital-VR ist aus, wir brauchen uns mit diesen Menüpunkten also nicht mehr beschäftigen.

Anmerkung: Um ehrlich zu sein, niemand kauft eine Nikon D500 oder D7500 um dann schlechte Videos zu machen, ich selber habe auch nie verstanden, warum es überhaupt die Möglichkeit gibt, die Filmqualität auf „Niedrig“ zu stellen.

 

ISO-Empfindlichkeits-Einstellungen

Jetzt könnt Ihr Euch entscheiden, wie Ihr vorgehen wollt und ob Ihr die ISO-Einstellungen manuell oder automatisch vornehmen (lassen) wollt. Im Menüeintrag „IOS-Empfindlichkeits-Einst.“ Könnt Ihr im Feld „ISO-Automatik (Modus M) die Automatik ein- oder ausschalten.

• Nehmt Ihr ein Video in einer Umgebung auf, in der sich die Lichtverhältnisse im Motiv nicht ändern werden, dann könnt Ihr die ISO-Einstellungen manuell einstellen und dann auf dem korrekten Wert belassen.
• Müsst Ihr davon ausgehen, dass sich Lichtverhältnisse während der Aufnahme ändern, zum Beispiel weil eine Person sich im Bild bewegt und deren Ausleuchtung variiert, dann nutzt die ISO-Automatik.

• Seid Ihr, unabhängig von den Umgebungslichtverhältnissen, einfach nur faul, benutzt Ihr ebenfalls die ISO-Automatik. Ganz im Ernst: Die ISO-Automatik funktioniert zuverlässig und sorgt für keinerlei Bildstörungen wenn sich die ISO-Zahl während der Aufnahme verändert. Eigentlich könnt Ihr guten Gewissens die ISO-Automatik nutzen.
Eine Sache gibt es bezüglich der ISO-Automatik dann doch noch zu beachten. Stellt als „Maximale Empfindlichkeit“ den Wert auf „10.000“. Oberhalb dieses Wertes kann die Bildqualität unter Rauschen und Farbrauschen leiden, daher erlauben wir der ISO-Automatik nur, sich bis zu diesem Wert zu bedienen.

 

Weißabgleich

Hier gilt fast das Gleiche wie schon bei der ISO-Automatik.
Eigentlich arbeitet der automatische Weißabgleich ausreichend zuverlässig. Ich benutze ihn in 90% aller Aufnahmen.

 

Picture Control

Hier wähle ich die Einstellung „FL Ausgewogen“.
Damit bleiben Details über einen weiten Tonwertbereich erhalten, wodurch das Optimierungspotenzial in der späteren Nachbearbeitung maximiert wird, sprich aus diesem Profil könnt Ihr nachher da meiste rausholen.

 

Active D-Lighting

Aus. Ich möchte nicht, dass die Kamera das Bild selbstständig manipuliert.

 

Rauschunterdrückung bei ISO+

Wir lassen hier den Standardwert „Normal“ eingestellt.

 

Flimmerreduzierung

Die Flimmerreduzierung soll ein Flimmern im Bild vermeiden, welches durch das Licht künstlicher Beleuchtung entstehen kann. Je nachdem mit welcher Frequenz das örtliche Stromnetz arbeitet (in Deutschland 50Hz) neigen manche Leuchtmittel dazu, dass man die normalen Schwankungen im Stromnetz durch das Flackern des abgestrahlten Lichtes in der Aufnahme sieht.

An sich liefert die automatische Flimmerreduzierung gute Ergebnisse. Manchmal scheitert sie aber auch, das kann zum Beispiel in sehr hellen Umgebungen passieren.
Um dem entgegenzusteuern, könnt Ihr folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Manuelle Einstellung der Flimmereduzierung auf 50Hz oder 60Hz, je nachdem welche Einstellung das beste Ergebnis liefert.
  • Sollte die Flimmerreduzierung noch nicht reichen, müsst Ihr unter Umständen die Verschlusszeit anpassen, auch wenn dies gegen die oben genannten Verschlusszeiten verstoßen würde.
    o 1/125s, 1/60s oder 1/30s bei 60Hz Stromnetz
    o 1/100s, 1/50s oder 1/25s bei 50Hz Stromnetz

 

Mikrofonempfindlichkeit

Wenn ich das eingebaute Mikrofon der D7500 verwende, verwende ich den automatischen Pegel.
Nutze ich ein externes Mikrofon, wie meinen Zoom H2n, dann pegel ich den Mikrofoneingang manuell ein.
Weitere Details zum Thema externes Mikrofon findet Ihr unter diesem Blogbeitrag „Zoom H2n als externes Mikrofon an der DSLR“.

 

Frequenzgang

Hier könnt ihr zwischen „Wide“ und „Voice“ wählen. Ich persönlich mag den Klang der Einstellung „Voice“ bei Sprache überhaupt nicht und verwende deshalb den wesentlich natürlicher klingenden Frequenzgang „Wide“, egal ob ich mit dem eingebauten Mikrofon der D7500 aufnehme, oder meinem Zoom H2n als externem Mikrofon. Weitere Details zum Thema externes Mikrofon findet Ihr unter diesem Blogbeitrag „Zoom H2n als externes Mikrofon an der DSLR“.

 

Windgeräuschreduzierung

Die Einstellungen zur Windgeräuschreduzierung greifen nur, wenn wir das eingebaute Mikrofon der D7500 verwenden. 

  • Nehme ich in abgeschlossenen, windarmen Räumen auf, schalte ich die Windgeräuschreduzierung als potentielle Fehlerquelle ab.
  • Nehme ich draußen mit dem eingebauten Mikrofon auf, aktiviere ich die Windgeräuschreduzierung.

 

Digital VR

Aus, denn diese Einstellung steht aufgrund der 4K-Aufnahme nicht zur Verfügung.

 

Zeitrafferaufnahme

Aus, denn niemand der ernsthaft Zeitrafferaufnahmen machen möchte, lässt diese von der Kamera als Video aufzeichnen, sondern setzt den Film aus einzelnen Fotografien zusammen. 

 

Welche Speicherkarte eignet sich für 4k-Video?

Damit Eure Kamera auch hohe Datenraten zügig auf die Speicherkarte packen kann, solltet Ihr auf eine entsprechend schnelle SD-Karte setzen.
Ich selber verwende die folgende Karte:

Preis: EUR 47,99
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Video aufnehmen - was muss ich tun?

Nun wird es einfach. Rechts unten neben dem Display findet Ihr einen Kippschalter mit einem Foto- und einem Video-Symbol. Legt diesen Kippschalter um, sodass der Video-Modus aktiv ist. Schaltet nun Live-View ein und Ihr seht im Display das Blickfeld der Kamera im 4K-Modus. Mit einem Druck auf den roten "Record"-Button links unter dem Auflöser, startet Ihr die Aufnahme und stoppt diese auch wieder.

 

Meine erste Wahl als Lightroom-Alternative


Ich mache jetzt mal ein wenig Werbung. Ich habe mich monatelang mit allen möglichen Bildbearbeitungssoftwares auseinandergesetzt, viel verglichen, viel getestet und letztlich fiel meine Wahl auf RAW-Entwickler und Lightroom-Alternative Luminar 3:

Schaut es Euch doch auch mal an und probiert die kostenlose Demo aus. Einfach auf das Banner klicken:

Luminar 3 Empfehlung

 

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