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Für Langzeitbelichtungen habe ich mir einen Fernauslöser mit Timer- und Intervallfunktion von Rollei zugelegt. Hält das günstige Gerät was es verspricht? Kann es sich mit dem original Fernauslöser von Nikon messen? Diese Fragen beantworte ich in diesem Artikel.

 

Wofür braucht man einen externen Fernauslöser?

Wer Langzeitaufnahmen (Langzeitbelichtungen) mit einer Belichtungszeit von mehr als 30 Sekunden aufnehmen will, stellt schnell fest, dass die Kamera hier an ihre Grenzen stößt. Die meisten Kameras limitieren die Langzeitaufnahme bis zu einer maximalen Belichtungszeit von 30 Sekunden. Wer länger belichten möchte, kann den sogenannten Bulb-Modus der Kamera benutzen. Dieser Bulb-Modus belichtet das Bild solange, wie der Auslöser gedrückt wird. Nun hat niemand wirklich Lust während der Aufnahme eine Minute lang den Auslöser gedrückt zu halten und zudem würde das Bild während des Gedrückthaltens sehr wahrscheinlich durch die unruhige Hand verwackeln. Hier kommt der Fernauslöser ins Spiel. Die oben genannten, langen Belichtungszeiten nutzt man zum Beispiel dann, wenn man bei eigentlich ausreichenden oder sogar sehr hellen Lichtverhältnissen mit ND-Filtern Langzeitaufnahmen anfertigen möchte. Dadurch kann man dann Effekte erreichen, wie sehr sanft erscheinende Wasserfälle oder Wolken im Bild. Zudem lassen sich mit Langzeitaufnahmen auch durchs Bild laufende Personen in Fotos eliminieren.

 

Langzeitbelichtung des Woudagemaal in Lemmer

Langzeitaufnahme des Woudagemaal in Lemmer (NL). 1 Minute 30 Sekunden Belichtungszeit. Wolken und Wasser werden extrem weich abgebildet. Nikon D500, Sigma 18-35mm F1,8 DC HSM | Art

Original Nikon Fernauslöser vs. Rollei Fernauslöser - 150€ vs. 20€

Da ich ausschließlich Nikon-Kameras nutze, beziehe ich mich in meinem Review auf den Vergleich zum Nikon Fernauslöser MC-36A. Der Rollei Fernauslöser ist auch für Canon, Sony, Fuji, Olympus und Panasonic erhältlich. Die Funktionen sollten aber auch bei den Kameras dieser Hersteller gleich sein und mein Review daher auch für Kamerasbesitzer der vorgenannten  Hersteller gelten.

Im Vergleich zum Nikon MC-36A Fernauslöser, ist der Rollei Fernauslöser 130€ billiger. Ehrlich gesagt, war ich bei diesem Preisgefälle erstmal skeptisch. Kann das trotzdem funktionieren?

Fakt ist, der Funktionsumfang beider Geräte ist annähernd gleich. Beide Geräte ermöglichen die Programmierung von Startzeit, Belichtungsdauer und Intervallen. Darüber hinaus bieten beide Geräte eine abschaltbare akustische Signalfunktion, eine Kontrollleuchte, Multifunktionswähler, sowie einen Sperrschalter für die komplett manuelle Auslösung (Aufnahme solange der Auslöser gedrückt bleibt). Während der rein manuellen Auslösung durch Drücken und Halten des Auslösers zählt ein Timer automatisch die vergangene Belichtungszeit mit. Wer die reine Anordnung der Tasten und die Aufteilung des Displays vergleicht, erkennt schon hier, dass beide Geräte annähernd gleich aufgebaut sind. Allein deshalb können sich die Funktionen nicht sonderlich unterscheiden. Die digitalen Timer- und Intervallfunktionen sowie die Displaybeleuchtung erfordern in beiden Geräten das Einlegen zweier AAA-Batterien. Ich nutze fast bei allen Anwendungsgebieten die wiederaufladbaren AAA-Akkus von Eneloop und habe diese nach nun einem halben Jahr im Fernauslöser noch nicht leer bekommen.

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Unterschiede finden sich höchstens im Detail

Bei der Benutzung fällt auf, dass der Rollei Fernauslöser nicht ganz so ergonomisch in der Hand liegt wie das teilweise gummierte Original von Nikon. Das Nikon-Gehäuse fühlt sich stabiler und wertiger an. Gerade die Abdeckung des Batteriefachs sitzt beim Rollei etwas lockerer, doch keinesfalls so locker, dass der Deckel abfällt, wie es einige Amazon-Rezensionen schildern. Für mich bei diesem Kampfpreis verkraftbar.


Den größten Unterschied zum Nikon MC36A stellt das Anschlusskabel des Rollei Fernauslösers dar. Kann der original Nikon Fernauslöser nur mit Kameras mit 10-pin Anschlussbuchse verbunden werden, ermöglicht der Rollei Fernauslöser auch den Anschluss an Kameras mit Anschluss für den Nikon MC-DC2-Fernauslöser.

Die höhere Kompatibilität zum alternativen Anschluss ist zugleich Fluch und Segen. Zwar kann der Rollei-Fernauslöser flexibler mit mehr Kameras verwendet werden, hat deshalb aber kein durchgehendes Anschlusskabel, sondern eine 3,5mm Klinkenbuchse als Adapter im Kabel, in welche dann entweder der 10-Pin-Stecker oder der MC-DC2-Anschluss gesteckt werden kann. Diese zusätzliche Steckverbindung sitzt zwar ordentlich fest, dennoch besteht hier natürlich die Gefahr, dass man die Kabelverbindung durch Unachtsamkeit trennt, wenn man mal zu stark am Kabel zieht. In der Praxis ist mir das noch nicht passiert, dennoch prüfe ich diese Steckverbindung vor jeder Aufnahme auf Fehler. Andererseits sollte niemand stark am Fernauslöser ziehen, würde die Bewegung doch die Aufnahme ruinieren.

Einen gemeinsamen Minuspunkt gibt es auch, denn keines der Geräte hat eine Stativhalterung für die Fernbedienung im Lieferumfang. Bitte Rollei, wenn Ihr mich hört, legt doch einfach eine Kunststoffhalterung für das Stativbein bei. Das wäre ein günstig zu realisierender Pluspunkt gegenüber. dem Original und anderen Drittmarktprodukten.

 

 

Fazit

Ich bin froh, mir knapp 140€ gespart zu haben. An meiner Nikon D500 und der Nikon D7500 funktioniert der Fernauslöser von Rollei ohne Probleme, die Funktionen und die Bedienung sind ähnlich intuitiv wie beim Original. Die Unterschiede in Beschaffenheit und Verarbeitung kann ich für diesen Preis durchaus akzeptieren. Einen Pluspunkt hat der niedrige Preis zudem: Ich bin gerne mal tollpatschig und sollte ich ein 20€-Gerät aus Versehen ins Wasser fallen lassen oder mit dem Fuß zertreten, ärgert mich das längst nicht so, als hätte ich das 150€ teureOriginalgerät zerstört. 

 

Hintergrund zum Test

Dieser Test wurde nicht gesponsored oder gekauft. Ich habe mir das Produkt selber gekauft und berichte ehrlich über meine Erfahrungen. Bei den Links im Artikel handelt es sich um Amazon-Affiliate-Links als Aufwandsentschädigung für meine Arbeit an diesem Artikel.

 

Entwicklung der Langzeitbelichtungen mit Luminar 3


Die erstellten Langezitaufnahmen entwickle ich übrigens später am Mac/PC mit Luminar 3, der in meinen Augen besten Lightroom-Alternative.

Schaut es Euch doch auch mal an und probiert die kostenlose Demo aus. Einfach auf das Banner klicken:

Luminar 3 Empfehlung

 

 

All the links in this text are Amazon Affiliate Links, and by clicking on an affiliate link I will earn a percentage of your subsequent Amazon purchases. However, this circumstance does not influence the background of my product recommendation. This product recommendation is independent, honest and sincere. 

Bei allen genannten Links handelt es sich um Amazon-Affiliate-Links. Durch einen Klick auf einen Affiliate-Link werde ich prozentual an Euren darauf folgenden Amazon-Einkäufen beteiligt. Dieser Umstand beeinflusst aber nicht die Hintergründe meiner Produktempfehlung. Diese Produktempfehlung erfolgt unabhängig, ehrlich und aufrichtig. 

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