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	<title>Soziales Engagement Archive - Pixelfriedhof</title>
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	<title>Soziales Engagement Archive - Pixelfriedhof</title>
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		<title>Akten digitalisieren und scannen lassen &#8211; warum nicht gemeinnützig?</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jul 2019 20:28:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[IT-relevante Themen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer Papierakten und Belege seines Unternehmens als Scan digitalisieren lassen m&#246;chte, hat je nach Region mehr oder weniger Scandienstleister zur Auswahl. Im Zuge eines Projektes zur Digitalisierung von Produktakten habe ich mich in den vergangenen Monaten intensiv mit diversen Anbietern auseinandergesetzt. Was ich bis dato nicht wusste: Auch Werkst&#228;tten f&#252;r Menschen mit Behinderung bieten Digitalisierungsdienstleistungen f&#252;r Unternehmen in eigens daf&#252;r eingerichteten Digitalisierungsgruppen an. Wer einen Auftrag an diese Dienstleister vergibt, st&#228;rkt nicht nur das soziale Engagement seines Betriebes, sondern kann gleichzeitig geh&#246;rig sparen. 50% der beauftragten Lohnkosten lassen sich auf die sog. Ausgleichsabgabe anrechnen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pixelfriedhof.com/akten-digitalisieren-und-scannen-lassen-warum-nicht-gemeinnuetzig/">Akten digitalisieren und scannen lassen &#8211; warum nicht gemeinnützig?</a> erschien zuerst auf <a href="https://pixelfriedhof.com">Pixelfriedhof</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Papierakten und Belege seines Unternehmens als Scan digitalisieren lassen m&ouml;chte, hat je nach Region mehr oder weniger Scandienstleister zur Auswahl. Im Zuge eines Projektes zur Digitalisierung von Produktakten habe ich mich in den vergangenen Monaten intensiv mit diversen Anbietern auseinandergesetzt. Was ich bis dato nicht wusste: Auch Werkst&auml;tten f&uuml;r Menschen mit Behinderung bieten Digitalisierungsdienstleistungen f&uuml;r Unternehmen in eigens daf&uuml;r eingerichteten Digitalisierungsgruppen an. Wer einen Auftrag an diese Dienstleister vergibt, st&auml;rkt nicht nur das soziale Engagement seines Betriebes, sondern kann gleichzeitig geh&ouml;rig sparen. 50% der beauftragten Lohnkosten lassen sich auf die sog. Ausgleichsabgabe anrechnen.</p>
<h2>Vertrauliche Dokumente in einer Werkstatt f&uuml;r Menschen mit Behinderung scannen &#8211; ist das seri&ouml;s?</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Datenschutz und Datensicherheit stehen bei einem Digitalisierungsprojekt mit externen Dienstleistern immer im Fokus. Niemand m&ouml;chte, dass vertrauliche Dokumente in unbefugte H&auml;nde geraten und nicht vertrauensw&uuml;rdige Personen Kenntnis &uuml;ber sensible Inhalte erlangen. S&auml;mtliche gewerbliche am Markt verf&uuml;gbaren Dienstleister haben das nat&uuml;rlich erkannt und werben mit Ihren Vorkehrungen zum Datenschutz: Mit Zertifikaten, Zutrittskontrollen und anderen ergriffenen Ma&szlig;nahmen. Ihr Marketing ist offensiv und laut.</p>
<p>Werkst&auml;tten f&uuml;r behinderte Menschen (WfbM) hingegen, gehen mit den angebotenen Dienstleistungen kaum hausieren. Da gibt es h&auml;ufig keinen Hinweis auf die Digitalisierungsdienstleistungen auf den Webseiten, keine &ouml;ffentliche Werbung und erst recht keinen proaktiven Vertrieb. Ich selber habe erst von Bekannten von der M&ouml;glichkeit erfahren, die Scandienstleistungen auch in einer diakonischen Werkstatt f&uuml;r Menschen mit Behinderung durchf&uuml;hren lassen zu k&ouml;nnen.<br />Vergleicht man also das Marketing der gewerblichen Anbieter mit dem der WfbM, dann k&ouml;nnte man den Eindruck gewinnen, dass die gewerblichen Anbieter hier professioneller agieren.</p>
<p>Doch sich nur auf das Marketing und die Au&szlig;enwirkung dieser Anbieter zu verlassen und daraus R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die Qualit&auml;t und Sicherheit der Scandienstleistung zu ziehen, w&auml;re ein Fehler. Bei genauerer Auseinandersetzung mit den angebotenen Dienstleistungen wird schnell klar, dass sich auch die gemeinn&uuml;tzigen Werkst&auml;tten an geltendes Recht halten m&uuml;ssen und ebenfalls hohe Standards einsetzen um wettbewerbsf&auml;hig zu bleiben. Gerade in Zeiten von EU-DSGVO kann sich wirklich kein Dienstleister hiervor verstecken, egal ob gewerblich oder aus dem sozialen und gemeinn&uuml;tzigen Bereich.</p>
<p>Nach den ersten Telefonaten und pers&ouml;nlichen Gespr&auml;chen mit den jeweiligen Ansprechpartnern wurde mir klar, dass es zwar durchaus Unterschiede zu so manchem gewerblichen Anbieter gibt, diese aber in vielen F&auml;llen verkraftbar oder sogar wirtschaftlicher sind:&nbsp;W&auml;hrend ein gro&szlig;er deutscher Digitalisierungsdienstleister diverse Flugzeughersteller und R&uuml;stungskonzerne als Referenzen anf&uuml;hrt, beschr&auml;nken sich die Referenzen der gemeinn&uuml;tzigen Digitalisierungsgruppe auf lokale, dennoch durchaus gro&szlig;e und namhafte, Unternehmen, Gemeinden und sogar Beh&ouml;rden in einem Umkreis von 200km. Schon hier wird klar, dass es allein aufgrund der Kundenstruktur selbstverst&auml;ndlich Unterschiede in der Durchf&uuml;hrung geben wird.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch braucht man w&auml;hrend eines Digitalisierungszeitraumes von 3-4 Monaten wirklich einen Dienstleister, welcher die Akten in dieser Zeit in einem s&auml;ureresistenten Luftschutzbunker mit Bodenwanne gegen Grundwassereindringung lagert? Und wenn man diese Eigenschaften nicht braucht, ist man dennoch dazu bereit f&uuml;r diese Vorkehrungen zu zahlen? Diese Fragen muss sich jeder potentielle Auftraggeber selbst beantworten. Sicherlich gibt es f&uuml;r derart hohe Anforderungen gute Gr&uuml;nde und Einsatzgebiete, vielen Unternehmen hingegen reicht die sichere Aufbewahrung der Akten bei angemessenem Schutz und Sicherheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fakt ist, dass auch die Werkst&auml;tten f&uuml;r Menschen mit Behinderung hohe Anforderungen an Mitarbeiter und Technik stellen. So werden nur Mitarbeiter f&uuml;r diese Arbeit eingesetzt, die nach interner, psychologischer Pr&uuml;fung daf&uuml;r auch geeignet und vertrauensw&uuml;rdig sind. Zutrittskontrollen, Beaufsichtigung und Sicherheitsmechanismen geh&ouml;ren auch hier zur Selbstverst&auml;ndlichkeit. &Uuml;berrascht hat mich auch die technische Ausstattung des von uns betrachteten, sozialen Anbieters. Gro&szlig;e Scancenter namhafter Hersteller verrichten Ihren Dienst und nicht auch nur eine unserer technischen Anforderungen an das sp&auml;tere digitale Dokument blieb unerf&uuml;llt.</p>
<p>Wer auf Nummer Sicher gehen m&ouml;chte, der sollte die folgende Checkliste zu Datenschutz und Datensicherheit beherzigen, egal welche Art von Scandienstleister letztlich beauftragt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Checkliste f&uuml;r Datenschutz und Datensicherheit</h3>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Ist der Lagerort der Akten und der Digitalisierungsraum der Akten durch Zutrittskontrollen gesichert?</li>
<li>Ist der Lagerort der Akten und der Digitalisierungsraum der Akten ausreichend vor Einbruch und Diebstahl gesch&uuml;tzt?</li>
<li>Ist eine funktionierende Alarmanlage vorhanden?</li>
<li>Ist ein Sicherheitsdienst mit der Sicherung des Objektes beauftragt?</li>
<li>Ist ausgeschlossen, dass durch Hochwasser Sch&auml;den an den Dokumenten hervorgerufen werden k&ouml;nnen?</li>
<li>Ist ausgeschlossen, dass durch Feuer Sch&auml;den an den Dokumenten hervorgerufen werden k&ouml;nnen?</li>
<li>Ist eine funktionierende Brandmeldeanlage im Einsatz?</li>
<li>Ist sichergestellt, dass keiner der Mitarbeiter Inhalte von Akten abfotografiert?</li>
<li>Ist sichergestellt, dass keiner der Mitarbeiter Kameras oder Smartphones w&auml;hrend des Zugriffs auf die Dokumente mit sich f&uuml;hrt?</li>
<li>Sind die EDV-Systeme des Dienstleisters ausreichend sicher und aktuell, sodass keine Daten abgezogen werden k&ouml;nnen?</li>
<li>Befinden sich die EDV-Systeme des Dienstleisters in einem eigenen, weder von intern, noch von extern erreichbaren Netzwerk?</li>
<li>Ist ausgeschlossen, dass <a href="http://www.dkriesel.com/blog/2013/0802_xerox-workcentres_are_switching_written_numbers_when_scanning" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Scansysteme von XEROX mit veralteter Firmware eingesetzt werden, welche Daten beim Scan f&auml;lschlich manipulieren</a>?</li>
<li>Besteht die M&ouml;glichkeit, dass Dokumente direkt nach dem Scan per SFTP auf einen Server des Auftraggebers geschoben werden und nicht digital beim Digitalisierer vorgehalten werden als n&ouml;tig?</li>
<li>Ist (zum Beispiel durch Wiegen) sichergestellt, dass alle Dokumente nach dem Scan wieder l&uuml;ckenlos zur&uuml;ckgeliefert werden?</li>
</ul>
<h2>50% der beauftragten Lohnkosten sparen</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unternehmen, welche nicht die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl schwerbehinderter Menschen besch&auml;ftigen, m&uuml;ssen in Deutschland die sogenannte &#8222;Ausgleichsabgabe&#8220; (auch als Schwerbehinderten-Abgabe oder Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe bezeichnet) bezahlen.&nbsp;Die Ausgleichsabgabe wird dabei vom &sect; 160 SGB (Schwerbehindertengesetz) IX Arbeitgeber geregelt.</p>
<p>Wenn das eigene Unternehmen verpflichtet ist, diese Abgabe zu entrichten, lassen sich Auftr&auml;ge an Werkst&auml;tten f&uuml;r Menschen mit Behinderung unter Umst&auml;nden auf diese Abgabe anrechnen. Wer also ohnehin die Abgabe zahlen muss, erh&auml;lt mit der Beauftragung einen echten Mehrwert anstatt die Abgabe einfach nur zu zahlen.</p>
<h2>&#8222;Butter bei die Fische&#8220; &#8211; wo kann ich mich nach diesen Dienstleistungen erkundigen?</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fragen Sie doch mal bei der <a href="https://www.diakonie-stiftung-salem.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Diakonie Stiftung Salem gGmbH&#8220;</a> und den <a href="https://www.diakonie-stiftung-salem.de/index.php/diakonische-werkstaetten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Diakonischen Werkst&auml;tten Minden</a> an. Fragen Sie gezielt nach dem vertrieblichen Ansprechpartner f&uuml;r die Digitalisierungsgruppe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Zum Hintergrund dieses Beitrags</p>
</h2>
<p>Dieser Beitrag entstand aus reiner N&auml;chstenliebe. Weder pflege ich Gesch&auml;ftsbeziehungen zu den genannten Institutionen, noch wurde dieser Beitrag in irgendeiner Form bezahlt. Mir ist lediglich aufgefallen, dass die Dienstleistungen der WfbM selten offen und transparent kommuniziert werden und ich fragte mich, warum dies der Fall ist. Kaum jemandem ist bewusst, was die Menschen dort eigentlich leisten und welche Dienstleistungen man auch als Unternehmen in Anspruch nehmen kann. Schade, dass die Werkst&auml;tten Ihre guten Leistungen nicht viel offensiver an den Kunden tragen. Vermutlich liegt dies einfach an einem nicht ausreichenden Marketing, resultierend aus einem zu geringen Marketingbudget der Werkst&auml;tten. Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Steigerung der Bekanntheit dieser Dienstleistungen. Jetzt sind Sie, lieber Leser, an der Reihe einen Beitrag f&uuml;r unsere Gesellschaft zu leisten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pixelfriedhof.com/akten-digitalisieren-und-scannen-lassen-warum-nicht-gemeinnuetzig/">Akten digitalisieren und scannen lassen &#8211; warum nicht gemeinnützig?</a> erschien zuerst auf <a href="https://pixelfriedhof.com">Pixelfriedhof</a>.</p>
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