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	<title>Emsland Archive - Pixelfriedhof</title>
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		<title>Urlaub vor der Haustür? Unser Geheimtipp im Emsland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[megaadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Feb 2023 10:25:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Travelblog]]></category>
		<category><![CDATA[Cafe Ank]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Urlaub vor der Haustür: Ein Kurzurlaub auf einem kuscheligen Hausboot am Timmeler Meer. Schon drei Tage im Emsland fühlen sich an, wie ein langer, erholsamer Urlaub.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pixelfriedhof.com/urlaub-vor-der-haustuer-unser-geheimtipp-im-emsland/">Urlaub vor der Haustür? Unser Geheimtipp im Emsland</a> erschien zuerst auf <a href="https://pixelfriedhof.com">Pixelfriedhof</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Reiseberichte im Van Life Format, spektakuläre Roadtrips mit dem Bike, geheime Traumstrände in Spanien oder Griechenland oder 4&#215;4 Abenteuerurlaube in Marokko, auf Bali oder in Tunesien gibt es wie Sand am Meer! Aber was ist denn eigentlich mit dem Urlaub vor der eigenen Haustür? Mit den kleinen Geheimtipps, die einem spontan den Alltag versüßen können, ohne lange Reise und massenhaft Urlaubstage, die drauf gehen? Komm mit, wir verraten dir unseren frisch entdeckten Geheimtipp im Emsland.<br>Wir berichten dir von der kleinen Ruheoase zwischen Leer und Aurich.</p>



<p>Wir sind uns einig &#8211; die Monate Januar und Februar braucht kein Mensch!<br>Die zauberhafte Weihnachtszeit ist vorrüber, das neue Jahr wurde mehr oder weniger gebührend gefeiert, gute Vorsätze wurden abermals gebrochen, der normale Wahnsinn des Alltags hat einen wieder und zudem ist es draußen auch noch grau, nass und kalt.<br>Da hilft nur eins: Komfortzone besiegen und raus aus dem Gefühlstief.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1170" height="730" src="https://pixelfriedhof.com/wp-content/uploads/2023/02/B8A337F6-9E55-4BD3-926A-377328DE521D-1170x730.jpeg" alt="" class="wp-image-7006"/></figure>



<p>Einer unserer Neujahrsvorsätze lautet: mindestens 1x im Monat ein Wochenende „raus fahren“, etwas anderes sehen. Ohne lange Reiseplanung, Erholung vor der Haustür finden. Für einen Trip mit unserem Landi „Ralfi“ ist es noch zu kalt und das Womo ist aufgrund noch bestehender Frostgefahr noch nicht Saisonfertig. Also brauchen wir eine Alternative, die weder teuer ist, noch weniger spannend als unsere Camper Life Trips on the road. Was wir brauchen ist ein cooles Airbnb in der Nähe, was nicht 250€ die Nacht kostet. Aber gibt es sowas denn überhaupt? Unsere Ansprüche liegen zugegebener Maßen schon recht hoch.</p>



<p>Wir präsentieren euch hiermit unseren Juwel, den Geheimtipp im Emsland, das Hausboot von Stephan und Wiebke am Timmeler Meer. Ja, ihr habt richtig gelesen, wir fordern euch auf, lasst den Alltag hinter euch und fahrt gen Ostfriesland ins beschauliche Timmel. Das Timmeler Meer liegt umgeben von wunderschönen Mooren und zig Grachten genau zwischen der herrlich, romantischen Stadt Leer und der etwas belebteren Stadt Aurich. Genau hier liegt das <a href="https://www.airbnb.de/rooms/45464723?check_in=2023-03-10&amp;check_out=2023-03-12&amp;guests=1&amp;adults=1&amp;s=67&amp;unique_share_id=21c8ab7b-e2cd-49ea-84da-e3d0ee52b7bf" target="_blank" rel="noreferrer noopener sponsored nofollow">Hausboot „Waterhome 1“</a> (externer Link zu AirBnB) , welches einem bereits beim Betreten die Sorgen des Alltags schnell vergessen lässt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1170" height="730" src="https://pixelfriedhof.com/wp-content/uploads/2023/02/66147F5B-0ED9-40AA-A266-CE8A5B027F8F-1170x730.jpeg" alt="" class="wp-image-7013"/></figure>



<p>Die Kommunikation mit Wiebke verlief reibungslos, herzlich, informativ und immer just in time. Da zu dieser Jahreszeit eher weniger Gäste Schlange vorm Hausboot stehen, durften wir auf Nachfrage bereits eher einchecken sowie bei Abreise auch später auschecken als gewöhnlich üblich. So fing unser Kurztrip gegen 8 Uhr am Freitagmorgen mit Home-Office bzw. Boat-Office an. An sich gibt es hier Inernet über den Campingplatz nebenan, wobei man sagen muss, dass es Glückssache ist, dort jemanden anzutreffen bzgl. der Zugangsdaten (keine Saison) und die Verbindung dann letztlich auch nicht so überragend stabil ist. Wer also so wie wir vor hat Boat-Office zu betreiben, der setzt lieber auf seinen mobilen Hotspot.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1170" height="730" src="https://pixelfriedhof.com/wp-content/uploads/2023/02/8A3FF9E7-C76C-4B1A-9B9D-A9954B717DDF-1170x730.jpeg" alt="" class="wp-image-7018"/></figure>



<p>Aber nun zurück zum Hausboot. Wiebke und Stephan haben hier einen absoluten Wohlfühlort geschaffen. Die Einrichtung ist geschmackvoll, chick, herzlich und trifft den hyygeligen Zahn der Zeit. Es ist genauso schön, wie es schon die Airbnb Fotos verheißen haben. Zudem kommt einem schon beim Betreten des Hausbootes ein wohliger Geruch nach Urlaubsfeeling entgegen, sehr angenehm. Bettwäsche, Handtücher, Föhn, Fernseher, Spiele, Bücher, Senseo Kaffeemschine, eine nahezu voll ausgestattete kleine Küchenzeile, es ist wirklich an alles gedacht. Es gab nicht eine Sache, die uns gefehlt hätte. Gut es gab weder fließend Wasser noch Dusche oder WC auf dem Boot, aber direkt nebenan ist ein äußerst sauberes Sanitärhaus des Campingplatzes. Für uns eigentlich genau richtig, so mussten wir selbst auf dem Hausboot unseren Camperlifestyle nicht vermissen. Die Nutzung erfolgt kostenlos über Chipkarten, die Wiebke und Stephan einem zur Verfügung stellen. Auch unsere Sorge, dass wir den Kahn nicht warm bekommen, war umsonst. Die kleine Elektroheizung hat es innerhalb einer halben Stunde puschelig warm werden lassen.</p>



<p>Aber was hat Timmel und Umgebung abgesehen von dem Hausboot noch zu bieten? <br>Es folgen unsere 3 Highlights für einen Wochenendtrip in Timmel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">1) Café bei Ank</h2>



<p><br>Besucht unbedingt das Café bei Ank. Und das ist kein Tipp nach dem Motto, könnte man mal machen, sondern macht es bitte wirklich! Ihr werdet es nicht bereuen.<br>Das Café bei Ank bietet eigentlich alles: Frühstück, klassisch Kaffee und Kuchen, Kneipenfeeling, Abendbrot und Shopping. Freitagnachmittag entdeckten wir das kleine Botique Café von Ank und ihrem Mann mitten im Nirgendwo. Die Einrichtung ist traumhaft, mit Liebe und viel Hingabe zum Detail, darf man in eine kleine Traumwelt aus bunten Farben, schrägen Gegenständen und lustigen Sprüchen eintauchen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1170" height="730" src="https://pixelfriedhof.com/wp-content/uploads/2023/02/002156A1-F497-4033-8DE1-50C8A7E0988C-1170x730.jpeg" alt="" class="wp-image-7016"/></figure>



<p>Wirklich alles in dem Café strahlt Lebensfreude und Einklang aus. Getoppt wird dieses Feeling durch sündhaft leckeren holländischen Appeltaart mit oder ohne Sahne und den herzlichsten Menschen, die dieser Fleck Erde zu bieten hat. Ank und ihr Mann sind diese Art Menschen, die du einfach in dein Herz schließen musst, mit denen du auf Anhieb vertraut bist, die du gerne in den Arm nehmen möchtest und mit denen sich das Leben schön, firedlich und leicht anfühlt. Uns hat es so gut gefallen, dass wir uns direkt für Samstagmorgen zum Frühstück angemeldet haben. Wie sollte es auch anders sein, hatte Ank uns einen wundervollen Frühstückstisch vorbereitet, noch bevor wir überhaupt da waren. Uns fehlte es an wirklich gar nichts: Saft, Sekt, Kaffee, Rührei, Bacon, Obstsalat, Wurst, Käse und die beste vegane Butter ohne Palmöl auf der Welt.<br>Wir werden definitv wieder kommen und die Gastfreunschaft von Ank und ihrem Mann genießen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">2) (Rund)wanderweg am ewigen Meer</h2>



<p><br>Wir sind im Allgemeinen ein großer Freund von Moorlandschaften. Die größte Herausforderung hier ist, sich das „schönste“ Moor herauszusuchen. Wir haben uns für den (Rund)wanderweg am ewigen Meer entschieden.  Michelle liebt Holzbohlenwege und dieses Moor hat einen kompletten Runderwanderweg auf Holzbohlen versprochen. Das Wetter am Samstagmittag war herrlich sonnig und fast schon warm. Das Moor erstrahlte in üblicher Moorschönheit. Savannenfeeling gerahmt von zahlreichen weißen Birkenstämmen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1170" height="730" src="https://pixelfriedhof.com/wp-content/uploads/2023/02/53E1B308-70AA-4422-BE05-FFF825B674A7-1170x730.jpeg" alt="" class="wp-image-7017"/></figure>



<p>Nur einen offiziellen Rundwanderweg gab es leider nicht mehr, da über die Hälfte des Rundwanderweges aufgrund mangelnder Sicherheit gesperrt war. Wir als lebensmüde Abenteurer haben das gemacht, was man als lebensmüde Abenteurer eben macht. Und wir leben noch. Also fahrt zum ewigen Meer und macht das Beste aus der Situation, es lohnt sich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">3) Macht nicht den Fehler und geht jeden Abend irgendwo essen</h2>



<p><br>Lasst es einfach. Es gibt hier recht viel Gastronomie, die teilweise wirklich umwerfend einladend aussieht. Aber vertraut uns, lasst es einfach. Vieles ist leider mehr Schein als Sein. Kauft euch lieber Spaghetthi oder dergleichen und zaubert euch auf dem Hausboot ein leckeres Abendbrot. Kauft euch Wein und genießt bei sanftem Wellengang den herrlichen Sonnenuntergang. Siedelt dann ins kuschelige Bettchen über und folgt der Sonne bis sie sich tatsächlich für den Tag verabschiedet. Wir bereuen es, dies nicht gemacht zu haben.<br></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1170" height="730" src="https://pixelfriedhof.com/wp-content/uploads/2023/02/47BA0799-2896-4BA7-B2CD-EC0F690B0543-1170x730.jpeg" alt="" class="wp-image-7015"/></figure>
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		<title>Die Transrapid-Technologie vergammelt im Emsland</title>
		<link>https://pixelfriedhof.com/die-transrapid-technologie-vergammelt-im-emsland/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[megaadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2020 17:40:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Travelblog]]></category>
		<category><![CDATA[Emsland]]></category>
		<category><![CDATA[Lost Places]]></category>
		<category><![CDATA[Transrapid]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Emsland sahen wir uns die Überreste der verwahrlosten Transrapid-Versuchsstrecke-Emsland (TVE) an. Die einstige Spitzentechnologie hatte eigentlich das Potential den Personenverkehr zu revolutionieren. Was aus ihr geworden ist, seht Ihr im Video.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://pixelfriedhof.com/die-transrapid-technologie-vergammelt-im-emsland/">Die Transrapid-Technologie vergammelt im Emsland</a> erschien zuerst auf <a href="https://pixelfriedhof.com">Pixelfriedhof</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Emsland sahen wir uns die Überreste der verwahrlosten Transrapid-Versuchsstrecke-Emsland (TVE) an. Die einstige Spitzentechnologie hatte eigentlich das Potential den Personenverkehr zu revolutionieren. Was aus ihr geworden ist, seht Ihr im Video.</p>


<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><a href="https://pixelfriedhof.com/die-transrapid-technologie-vergammelt-im-emsland/"><img decoding="async" src="https://pixelfriedhof.com/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FyG-xNihLpqg%2Fhqdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br />Ihre Daten werden erst beim Abspielen des Youtube-Videos an den Dienst übermittelt. Your data will only be transmitted to the service when you play the Youtube video.<br /><figcaption></figcaption></figure>


<p>Das 1969 gestartete
Transrapidprojekt war ein Vorzeigeprojekt deutscher Ingenieurskunst. Die in
Deutschland entwickelte Magnetschwebebahn erreichte Höchstgeschwindigkeiten bis
450 km/h.</p>



<p>Im Frühjahr des Jahres 2006 konnte ich mich glücklich schätzen, selbst einmal im Transrapid auf der Transrapid-Versuchsanlage Emsland&nbsp; mitzureisen. Damals war das Besucherzentrum regulär geöffnet, Ausstellungen und Informationstafeln informierten die Besucher über diese zukunftsträchtige Technologie. Über das grüne Treppengebäude gelangte ich zum Bahnsteig und zusammen mit meinem Vater und Großvater nahm ich in einem der Züge Platz. Wir fühlten die wahnsinnige Beschleunigung des über den Betonträgern schwebenden Zuges. Auf der fast 32km langen Teststrecke erlebten wir den unvergleichlichen Fahrgastkomfort, die Ruhe im Zug und diese enorme Geschwindigkeit </p>



<p>Heute sind die Überbleibsel der Ausstellung und
der Bahnsteig hinter eisernen Toren und Vorhängeschlössern verschlossen. Die
auf dem Betriebshof verbliebenen Transrapidzüge vergammeln auf den
Abstellgleisen. Einige Zugteile sind unter Planen verhüllt, Moos, Witterung und
Vandalismus nagen an den Zügen. Die einstigen Transformatorenstationen rosten
vor sich hin, obwohl man an einigen Stellen des Geländes noch das typische
Surren einiger Trafostationen hören kann.</p>



<p><br>
<br>
Der Transrapid war in der Lage, innerhalb von 60&nbsp;s aus dem Stand auf
200&nbsp;km/h sowie in weiteren 60&nbsp;s von 200&nbsp;km/h auf 400&nbsp;km/h
zu beschleunigen. Für eine Beschleunigung auf 300&nbsp;km/h benötigte er dabei
rund vier Kilometer Fahrtstrecke.</p>



<p>Im Gegenteil zu normalen Zügen, entstand beim Transrapid kein&nbsp;Rollwiderstand. Für den Antrieb waren keine Räder, Achsen, Antriebswellen oder Getriebe erforderlich. <br> Somit entfielen Reibungsverluste und Verschleiß eben dieser klassischen Eisenbahn-Bauteile. Durch den fehlenden Kontakt zur Schiene entstanden deutlich weniger Geräusche als bei einem regulären Zug. </p>



<p>Nach dem Beginn der
staatlich finanzierten Entwicklung im Jahre 1969 wurden 1979 erste Prototypen
vorgestellt. 1991 wurde dem Transrapid-System die sogenannte Anwendungsreife
anerkannt. Das System war also von da an einsatzbereit und sollte den
Zugverkehr für Personen und Güter revolutionieren.</p>



<p>In einem Transrapidzugverband
konnten bis zu 1172 Personen Platz nehmen. Als reine Cargo-Variante hätte das
System pro Zug eben so viel Last transportieren können, wie ein Airbus A380.</p>



<p>Warum hat sich dieses fortschrittliche
System dennoch nie durchgesetzt? <br>
<br>
Meine persönliche Meinung ist, dass wir Deutschen in Neuerungen häufig zuerst
Bedenken sehen, bevor wir uns überhaupt mit Innovationen und Vorteilen
beschäftigen. Allein der Bau der Teststrecke im Emsland wurde aufgrund diverser
Bedenken von Bürgern, Naturschützern und Politikern erheblich verzögert.
Planungsverfahren verliefen kompliziert und fehlender politischer Rückhalt
kostete wertvolle Zeit für die erfolgreiche internationale Vermarktung. </p>



<p>Die Bereitschaft zur
Einführung des neuen Systems bei etablierten Schienennetzbetreibern hielt sich
stark in Grenzen. Zwar freute man sich über die Mitwirkung an diesem
medienwirksamen und prestigeträchtigen Projekt, scheute aber gleichzeitig die
Aufwände für die Umrüstung bestehender Trassen.</p>



<p>So wurden die innerdeutschen&nbsp; Transrapid-Projekte&nbsp;Berlin–Hamburg,&nbsp;Metrorapid&nbsp;und ein&nbsp;Flughafenzubringer in München&nbsp;nach langjährigen Planungsphasen abgebrochen, ohne dass nur eine einzige produktive Referenzumsetzung erfolgte. Wie sollten wir der Welt diese Lösung verkaufen, wenn es dem Erfinderland schon nicht möglich war, das System selber in der Realität zu betreiben?</p>



<p>2004 wurde dann tatsächlich die einzige heute noch aktive Transrapidstrecke im Regelbetrieb in&nbsp;Shanghai&nbsp;in Betrieb genommen wurde. China hat geschafft, woran wir Jahrzehnte lang gescheitert sind. Eine Bankrotterklärung an die deutsche Innovationskraft.</p>



<p>Im Vergleich zu einem
deutschen ICE-Halbzug, betrug der Energieverbrauch pro Sitzplatz bei einem
Kilometer zurückgelegter Strecke und 300km/h Geschwindigkeit anstatt 44,4 Wh
beim Transrapid nur 28,1 Wh. Aus ökologischer Sicht ein nicht zu verachtender
Faktor, der heute interessanter als je zuvor erscheint.</p>



<p>Am 22. September 2006 dann ereignete sich auf der Transrapid-Versuchsanlage Emsland ein schwerer Unfall, bei dem 23 Menschen starben und zehn weitere verletzt wurden. Der mit 31 Personen besetzte&nbsp;Transrapid 08&nbsp;war auf offener Strecke gegen einen mit zwei Personen besetzten Wartungswagen geprallt. Der Fahrdienstleiter hatte die Freigabe für den Werkstattwagen erteilt, obwohl der Transrapid 08 auf der Strecke unterwegs war.</p>



<p>57 Sekunden nach dem Start um 09:53 Uhr betätigte jemand die&nbsp;Notbremse, 25&nbsp;Meter danach prallte der Zug mit 162&nbsp;km/h auf das Werkstattfahrzeug. Der Aufprall war weit zu hören. Die in&nbsp;Leichtbauweise&nbsp;konstruierte Magnetschwebebahn bohrte sich unter den 60&nbsp;Tonnen&nbsp;schweren Werkstattwagen. Dabei wurde das Dach des Transrapid an der Spitze des Zugs abgerissen und das Fahrzeug unter dem Werkstattwagen zusammengepresst. Das verkeilte&nbsp;Wrack&nbsp;schob sich noch etwa 300&nbsp;Meter weiter über die Strecke, bevor es schließlich zum Stillstand kam.</p>



<p>Obwohl als Unfallursache menschliches Versagen festgestellt
wurde und sich ein solcher Unfallhergang auch auf normalen Bahnnetzen hätte
ereignen können, haftete dieser schreckliche Unfall dem Transrapidprojekt von
diesem Moment an unweigerlich an. Ein weiterer unübersehbarer Kratzer im Lack
des Marketings dieser Technologie.</p>



<p>Die Betriebserlaubnis für die Versuchsanlage wurde infolge des
Unfalls zunächst aufgehoben, dann im Juli 2008 erneut erteilt. Ende 2011 lief
die Betriebsgenehmigung für die
Transrapid-Versuchsanlage im Emsland endgültig aus. </p>



<p>Die Überreste der einstigen Vorzeige-Technologie
sind seitdem sich selbst überlassen. Die Tatsache, dass heute nicht einmal ein
Museum mit Besichtigungsmöglichkeiten vorhanden ist, ist Sinnbild dafür, wie
sehr diese Innovation seit Ihrer Erfindung vernachlässigt und verkannt wurde. </p>
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