Diese Frage bekomme ich tatsächlich öfter gestellt. Und die einfachste Antwort lautet: Damit sich unterwegs alles genauso verhält wie zu Hause.

Wenn wir in einem Hotel, einer Ferienwohnung oder einem Apartment ankommen, gehört der Travel Router zu den ersten Dingen, die ich auspacke. Ich verbinde ihn mit dem vorhandenen Hotel-WLAN, einem Ethernet-Anschluss oder bei Bedarf mit einem Mobilfunk-Stick.

Ein paar Minuten später sind alle unsere Geräte online – ohne dass ich jedes einzelne neu einrichten muss.

Der Grund: Der Router stellt unterwegs dasselbe WLAN bereit, das meine Geräte bereits von zu Hause kennen. Smartphones, Tablets, Notebook, Apple TV und andere Geräte verbinden sich automatisch.

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Das eigene WLAN einfach mitnehmen

Zusammen mit dem Router habe ich meistens auch einen Apple TV dabei. Im Hotel kommt er per HDMI an den Fernseher und verbindet sich sofort mit unserem WLAN.

Kein umständliches Einrichten des Hotel-WLANs am Apple TV, kein Anmelden bei Streamingdiensten auf irgendeinem fremden Smart-TV und hinterher auch kein Gedankenmachen darüber, ob man sich wirklich überall wieder ausgeloggt hat.

Fernseher an, Apple TV starten, fertig.

Noch praktischer wird das bei Geräten, die mit Hotel-WLANs normalerweise überhaupt nicht gut zurechtkommen. Babyphones beziehungsweise WLAN-Kameras, IoT-Geräte und andere Geräte können beispielsweise häufig nichts mit sogenannten Captive Portals anfangen – also den Webseiten, auf denen man im Hotel erst Zimmernummer, Nachname oder Nutzungsbedingungen bestätigen muss.

Für diese Geräte existiert das Hotel-WLAN praktisch gar nicht. Sie sehen einfach unser bekanntes WLAN.

Gleichzeitig ein Stück mehr Sicherheit

Ein weiterer wichtiger Punkt ist für mich die Trennung vom fremden Netzwerk.

Unsere Geräte hängen nicht direkt im Hotel-, Ferienwohnungs- oder öffentlichen WLAN. Dazwischen sitzt unser eigener Router mit Firewall und NAT.

Zusätzlich wird der Datenverkehr über eine verschlüsselte VPN-Verbindung bis zu unserem Netzwerk zu Hause getunnelt.

Für das Hotelnetz ist damit im Wesentlichen nur der Travel Router sichtbar. Welche Geräte dahinter hängen und welchen Datenverkehr diese erzeugen, bleibt weitgehend verborgen. Auch die aufgerufenen Webseiten oder übertragenen Daten sind für den Betreiber des lokalen WLANs durch den VPN-Tunnel nicht einsehbar – sichtbar ist hauptsächlich die verschlüsselte Verbindung zu unserem Heimnetz.

Das Schöne daran: Niemand in der Familie muss darüber nachdenken.

Kein „Denk bitte daran, das VPN einzuschalten“. Kein VPN-Profil auf jedem Gerät. Kein Unterschied zwischen Smartphone, Tablet, Apple TV oder WLAN-Kamera.

Alles, was über unser Reise-WLAN geht, nimmt automatisch den sicheren Weg nach Hause.

Unterwegs fühlt sich das Netzwerk wie zu Hause an

Dadurch habe ich noch einen weiteren Vorteil: Ich kann von überall auf meine lokalen Dienste zugreifen.

NAS, Server, Überwachungskameras und andere On-Premises-Dienste sind erreichbar, als würde ich zu Hause im WLAN sitzen. Für viele Anwendungen muss ich keine zusätzlichen Dienste ins Internet veröffentlichen oder einzelne VPN-Verbindungen aufbauen.

Das gesamte Netzwerk reist gewissermaßen mit.

Kann man das nicht einfach mit WireGuard machen?

Natürlich.

Auf Notebook, Smartphone und Tablet kann man problemlos einen WireGuard-Client installieren und sich damit nach Hause verbinden.

Für mich löst das aber nur einen Teil des Problems.

Erstens gibt es Geräte wie Apple TV, Kameras oder verschiedene IoT-Geräte, bei denen ein eigener VPN-Client entweder nicht vorhanden oder unnötig kompliziert ist.

Zweitens muss man sich dann auf jedem einzelnen Gerät um die VPN-Verbindung kümmern. Besonders auf Reisen, wenn ständig zwischen Mobilfunk, Hotel-WLAN und anderen Netzwerken gewechselt wird, kann das nervig werden. Eine dauerhaft aktive VPN-Verbindung kostet außerdem zusätzliche Energie und funktioniert je nach Netzwerk nicht immer völlig reibungslos.

Beim Travel Router passiert das alles an einer zentralen Stelle.

Und dann sind da noch Hotel-WLANs …

Manche Hotels machen einem das Leben zusätzlich schwer. Captive Portal, zeitlich begrenzte Sessions oder WLAN-Zugänge, die beispielsweise nach einigen Stunden erneut bestätigt werden müssen.

Auch hier ist der Router angenehm.

Statt dass sich fünf, zehn oder noch mehr Geräte einzeln mit dem Hotelnetz beschäftigen müssen, kümmert sich genau ein Gerät darum: der Travel Router.

Solange der Router verbunden bleibt, bleibt unser eigenes WLAN bestehen. Ich komme zurück ins Hotelzimmer und meine Geräte funktionieren einfach weiter.

Warum also ein Travel Router?

Für mich geht es weniger darum, unterwegs unbedingt noch einen weiteren Router dabeizuhaben.

Es geht darum, mein eigenes Netzwerk mitzunehmen.

Einmal den Router mit dem Internet am jeweiligen Aufenthaltsort verbinden – und dahinter funktioniert alles wie gewohnt:

Die Familie verbindet sich automatisch. Apple TV und IoT-Geräte funktionieren ohne Neueinrichtung. Das fremde Netzwerk wird von den eigenen Geräten getrennt. Der gesamte Datenverkehr kann verschlüsselt nach Hause getunnelt werden. Und die eigenen Dienste zu Hause sind erreichbar, als säße man im heimischen WLAN.

Genau deshalb landet der UniFi Travel Router bei uns inzwischen ganz selbstverständlich im Reisegepäck.

Internet am Urlaubsort rein – Zuhause-WLAN raus.