Gartenmöbel aus Teakholz lackieren: Optionen und Ergebnis

Stühle oder Tische aus Teakholz müssen nicht zwingend gestrichen oder lakiert werden. Viele Menschen schwören auf das Einölen der Gartenmöbel. Doch trotz Öl altern die Möbel und werden schnell grau. Mit Lacken kann man dem Alterungsprozess vorbeugen und die Möbel länger haltbar machen. Wir zeigen, wie wir unsere Gartenmöbel lackiert haben.

Drei Jahre lang haben wir unsere Teakholzmöbel nur geölt. Spätestens im Herbst sind die Möbel aber wieder grau geworden und das Holz wurde von Feuchtigkeit und Witterung stark angegriffen. Im Frühjahr ging dann die große Restaurierung los: Abschleifen, Ölen, trocknen lassen. Ein ziemlicher Aufwand, dessen Ergebnis nur einige Monate hält und sowieso nie wieder an die satten Farben bei Lieferung der Möbel herankam. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, unsere Teakmöbel zu lackieren.

Wenn Teak-Holz nur geölt wird, wird es trotzdem wieder schnell grau und unansehnlich.
Wenn Teak-Holz nur geölt wird, wird es trotzdem wieder schnell grau und unansehnlich.


Aus anderen Holzbauprojekten und von Holzschiffen kenne ich klaren Bootslack. Dieser Lack ist wasserresistent, weitgehend sonnenunempfindlich (oder zumindest unempfindlicher als manch andere Farbe oder Lack) und schützt optimal vor Feuchtigkeit. Schließlich werden mit diesem Lack Holzboote lackiert, die ihr Dasein sogar im Salzwasser fristen. Aufgrund dieser Eigenschaften haben wir uns entschlossen, unsere Teakmöbel mit genau diesem Bootslack zu lackieren.

Zunächst haben wir unsere Möbel ordentlich abgeschliffen. Zuert mit einem groben 40er Schleipapier, dann mit einem 100er und dann zuletzt mit einem feinen 180er Schleifpapier. Wir haben alle grauen Rückstände entfernt und Tische und Bank sind glatt wie ein Babypopo.

Mit einer Schleif-Maus entfernen wir gründlich alle grauen Verfärbungen.
Mit einer Schleif-Maus entfernen wir gründlich alle grauen Verfärbungen.

Nun gab es schon einige kleine Risse oder Löcher in unserem Holz, die wir im nächsten Arbeitsschritt mit Molto Holzspachtel * verschlossen haben. Die getrocknete Spachtelmasse haben wir dann erneut abgeschliffen.

Nach dem Schleifen kommt die typisch rötliche Farbe langsam wieder zum Vorschein.
Nach dem Schleifen kommt die typisch rötliche Farbe langsam wieder zum Vorschein.

Als Lack haben wir uns für den hochglänzenden Bootslack von Bondex * entschieden. Ein guter Tipp: Bondex ist nicht der günstigste Lack, aber die Qualität ist in unseren Augen den Preis wert. Tut Euch selber den Gefallen und kauft keinen No-Name-China-Müll, dann stehen die Chancen gut, dass ihr lange Freude an der Lackierung habt. Bei minderwertigem Lack könnt Ihr Euch darauf einstellen, dass er genauso schnell verwittert wie das Öl und weiterhin sehr wartungsintensiv ist. Ich spreche aus Erfahrung.

Vor dem Lackieren entfernen wir sämtlichen Staub mit Druckluft und einem Mikrofasertuch von allen zu lackierenden Oberflächen. Wir beginnen mit der ersten Lackschicht und tragen diese recht dick mit einem Pinsel auf. Wir achten darauf, dass der Lack auch in kleine Vertiefungen und Spalten eindringt und kleine Luftbläschen sauber ausgestrichen werden. Schon beim Lackieren bemerken wir, dass der Lack die rötliche, satte Färbung des Holzes wieder voll zum Ausdruck bringt.

Nach ca. 24 Stunden ist die erste Schickt durchgetrocknet. Nun schleifen wir die getrocknete, erste Lackschicht noch einmal mit einem feinen 180er Schleifpapier per Hand an und entfernen so kleine Unebenheiten und raue Stellen. Wieder entfernen wir den Schleifstaub mit Druckluft und Mikrofasertuch.

In den nächsten Tagen folgen noch der zweite und dritte Anstrich. Wenn der dritte Anstrich erfolgt ist, schützt eine dicke Lackschicht unser Holz vor Verunreinigungen und Feuchtigkeit.