Maxtrax MK II diebstahlsicher auf Quickpitch / Alu-Cab Dachzeltschienen befestigen

In diesem Beitrag zeige ich Euch, wie ich meine Maxtrax MK2 Bergebretter diebstahlsicher auf dem Dachzelt befestigt habe.

Original Maxtrax Befestigungsstifte gegen Diebstahl

Vom Hersteller der Maxtrax MK II Bergungs-Boards gibt es ein 4er-Set Befestigungsstifte *. Bis zu vier Bergebretter können damit befestigt werden. Durch einen 90°-Dreh des Kopfteils, können die Sandbretter dann in den Haltestiften befestigt werden. Im geschlossenen Zustand können wir nun ein herkömmliches TSA-Schloss durch den Kopf der Stifte stecken und die Maxtrax MK II somit vor Diebstahl schützen.

Die Haltestifte sitzen auf einem M10 Edelstahlgewinde – doch wie kriegen wir diese Haltestifte nun auf das Dachzelt?

Querträger aus Aluminium Vierkantrohr

Die Montageschienen des Dachzeltes eignen sich für die Verwendung von M8 Schlossschrauben * und M8 Hammerkopfschrauben *. Beide Varianten passen in die Schienen und lassen sich später mit einer selbstsichernden Mutter * oder Ringmutter * in den Schienen fixieren.

M8 Schlossschraube in der Ladungsschiene unseres Quickpitch-Dachzeltes.
M8 Schlossschraube in der Ladungsschiene unseres Quickpitch-Dachzeltes.

Nun habe ich mir aus 25x25mm Aluminium-Vierkanntrohr Querträger gebaut. Dazu kürzen wir beim Quickpitch zwei dieser Querträger auf exakt 123 cm Länge.

Wir vermitteln die geschnittenen Vierkantrohre auf den Schienen des Dachzeltes und markieren die Stellen, durch die später das Gewinde für die Schloss- oder Hammerkopfschrauben gesteckt werden soll. An diesen Stellen bohren wir nun beidseitig durch das Vierkantrohr. Ich habe mit einem 4er-Bohrer vorgebohrt, das Bohrloch dann mit einem 6er-Bohrer erweitert und dann final mit einem 8er Bohrer für das M8-Gewinde geweitet.

Querträger aus Alu-Vierkantrohr mit Ringmutter und Sicherungsmutter in der Montageschiene des Quickpitch Dachzelts.
Querträger aus Alu-Vierkantrohr mit Ringmutter und Sicherungsmutter in der Montageschiene des Quickpitch Dachzelts.

Nun könnt Ihr die beiden Träger einmal provisorisch auf dem Zelt im rechten Winkel zu den Dachschienen montieren. Mit einer M8-Ringmutter * könnt Ihr beide Querträger leicht anziehen, damit Ihr sie später wieder lösen könnt.

Jetzt schnappen wir uns ein Maxtrax Bergebrett und legen es an die Stelle, an der wir die Boards später befestigen wollten. Ich habe mich für die rechte hintere Ecke unseres Dachzeltes entschieden, weil hier der Windwiderstand am geringsten ist und das Bergebrett bequem über die Zeltleiter zugänglich ist.

Verschiebt die provisorisch montierten Querträger so, dass diese mittig unter den vier großen runden Aussparungen der Bergebretter liegen. Markiert diese Stellen genau mittig mit einem Bleistift auf den Vierkantrohren. Achtet aber zuvor nochmals darauf, dass die Querträger wirklich im rechten Winkel zu den Schienen liegen. Anschließend könnt ihr die Querträger zunächst wieder abbauen.

Nun bohren wir die eben markierten Stellen wieder beidseitig durch, diesmal allerdings mit einem 10er-Bohrer. Durch diese Löcher stecken wir nun die Maxtrax Bergungsstifte und ziehen die beiliegenden Muttern zunächst handwarm an.

Achtung: Auf dem vorderen Querträger zeigt die dünne Seite der Haltestifte nach vorn, auf dem hinteren Querträger zeigt diese nach hinten. Erst wenn Ihr das geprüft habt, zieht Ihr die Muttern der Haltestifte final an.

Nun kommen die Querträger inklusive der Haltestifte wieder aufs Dach. Wir befestigen diese aber noch nicht final. Vorher kommen noch die Bergebretter in die Haltestifte. Positioniert die Querträger so, dass die Bergebretter leichtgängig in die Halterungen fallen und überprüft abermals, ob die Querträger nun immer noch im rechten Winkel zu den Schienen liegen. Wenn dies der Fall ist, dreht Ihr von oben eine M8-Ringmutter auf das M8-Gewinde und fixiert somit die Querträger.

Mit Hilfe der M8-Ringmutter können wir später weitere Ladung verzurren. Eine selbstsichernde Mutter im Auge der Ringmutter sichert die Konstruktion gegen Vibrationen.
Mit Hilfe der M8-Ringmutter können wir später weitere Ladung verzurren. Eine selbstsichernde Mutter im Auge der Ringmutter sichert die Konstruktion gegen Vibrationen.

Warum eigentlich Ringmuttern * und nicht normale Muttern? Beides geht. Aber die Ringmutter sieht erstmal cooler aus und eignet sich später auch noch zum Verzurren anderen Gepäcks auf dem Dach.

Ihr werdet allerdings merken, dass das einfache Gewinde der Ringmutter nicht gerade bombenfest hält und sich bei Erschütterungen ggf. wieder lösen kann. Wenn Ihr Eurer Ringmutter auch nicht traut, könnt Ihr zusätzlich eine selbstsichernde Mutter * über das Gewinde drehen, die dann die Ringmutter mitsichert.

Damit man an den Seiten nicht in die Vierkantrohre reinschauen kann, habe ich vier schwarze Lamellenabdeckungen aus Kunststoff im Maß 25x25mm * gekauft. Sieht aus wie gekauft.

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